Über die genaue Entstehung von Byron Bay ist heute nur wenig bekannt. Experten wissen lediglich, dass diese beliebte Stadt in Australien, die vor allem bei Surfern, Aussteigern und Walbeobachtern sehr bekannt ist, schon seit Jahrhunderten von den australischen Ureinwohnern bewohnt wird. Dabei wurde die Region laut Experten, die in Geschichte bewandert sind, erstmals von Kapitän James Cook am 15. Mai 1770 entdeckt.

1894 wurde Cawanbah in Byron Bay umbenannt. Hieß Byron Bay bei den Ureinwohnern noch Cawanbah, so verlieh der englische Entdecker James Cook, zu ehren John Byron dem östlichsten Punkt seinen Namen. Der Name der Stadt stammt vom Großvater des Dichters Lord Byron namens John Byron, einem Weltumsegler des 18. Jahrhunderts (genauer zwischen 1764-1766). Es dauerte aber noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, bis die Region das erste Mal offiziell vermessen wurde.

Besiedlung in Byron Bay nahm zu

Um 1880 fand ein großer Landverkauf statt, mehr als 200 Grundstücke wurden verkauft. Immer mehr Menschen ließen sich in Byron Bay in Australien nieder und so wurde es nötig, eine Zugverbindung zu errichten. Diese wiederum sorgte für einen weiteren starken Bevölkerungszuwachs.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich einige begehrte Wirtschaftszweige, zu den ersten gehörte die Viehzucht. Aber auch die Herstellung von Butter, Milch und Sahne gewann zunehmend an Bedeutung. Wurden diese Lebensmittel anfänglich nur in kleinen Mengen hergestellt und in der näheren Umgebung verkauft, stieg die Nachfrage immer weiter an, so dass schließlich eine Fabrik für Milcherzeugnisse in Byron Bay entstand. Wirtschaftlich wurde ein Großteil exportiert.

Nachdem zusätzlich noch die Kühlwaggons für die Eisenbahn aufkamen, wurde die Ausfuhr der Molkereiprodukte deutlich erleichtert und die Produktionsmengen nahmen schlagartig zu. Außerdem fanden die Viehzüchter heraus, dass das überall wild wuchernde Gras die ideale Nahrungsgrundlage für das Vieh darstellte und damit noch bessere Molkereiprodukte hergestellt werden konnten. Die Qualität der Butter und anderer Milcherzeugnisse stieg drastisch an, die Nachfrage erhöhte sich deutlich und die Produktionsmengen verdreifachten sich. Insgesamt profitierte die gesamte Region um Byron Bay von diesen Neuerungen, gab es doch zu jener Zeit einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung.

Der jüngere Wandel von Byron Bay

Noch vor wenigen Jahrzehnten war Byron Bay eine reine Arbeiterstadt, die ausschließlich von produzierenden Unternehmen, der fleischverarbeitenden Industrie und dem Walfang geprägt wurde. Mit der Zeit jedoch nahm der wirtschaftliche Aufschwung ab, viele Unternehmen mussten schließen und Byron Bay entwickelte sich zu einer der bekanntesten Aussteigerstädte in Australien. Das Surfen ist seither einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren für Byron Bay. Bekannt geworden ist Byron Bay jedoch dann über ein Festival.

Heute leben in der Region Byron Bay etwa 30.000 Menschen, in der Stadt selbst dagegen nur 5.000 Bürger, die sich durch eine besonders freundliche und offene Art auszeichnen. Touristen können so direkt bei der Ankunft in Byron Bay viel von der Kultur und Geschichte der Einwohner erfahren. Das subtropische Klima der Region, das durch sehr schwüle Sommer und milde, aber trockene Winter geprägt wird, ist für Europäer oft schwierig zu händeln. Insbesondere die hohe Luftfeuchtigkeit, die zwischen April und November vorherrscht, liegt nicht Jedermann. Das Auswandern in diese Region sollte also wohl überlegt

Byron-Bay – Geschichte Zusammenfassung

  • am 15.Mai 1770 entdecke James Cook – Byron Bay auf seinen Reisen
  • zu Ehren John Byron nannte James Cook den östlichsten Punkt „Cape Byron“ (John Byron umsegelte 1764-1766 den Globus)
  • 1880 siedelten sich durch einen grossen Landverkauf mehr Menschen an
  • 1894 wurde Cawanbah in Byron Bay umbenannt
  • 1901 wurde das historische Cape Byron Lighthouse gebaut
  • 1930 & 1950 beflügelte die Wirtschaft diese Region (Milch- & Fleischproduktion, sowie ab 1950 Walfang)
  • bekannt wurde Byron Bay ab 1973 durch das Aquarius Festival in Nimbin