Byron Bay – Entstehung und Geschichte
Über die genaue Entstehung von Byron Bay ist heute nur wenig bekannt. Experten wissen lediglich, dass diese beliebte Stadt in Australien, die vor allem bei Surfern, Aussteigern und Walbeobachtern sehr bekannt ist, schon seit Jahrhunderten von den australischen Ureinwohnern bewohnt wird. Dabei wurde die Region laut Experten, die in Geschichte bewandert sind, erstmals von Kapitän James Cook entdeckt.
Hieß Byron Bay bei den Ureinwohnern noch Cawanbah, so verlieh der englische Entdecker der Region gegen Ende des 18. Jahrhunderts ihren heutigen Namen. Damit wollte er John Byron ehren. Es dauerte aber noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, bis die Region das erste Mal offiziell vermessen wurde.
Besiedlung nahm zu
Um 1880 fand ein riesiger Landverkauf statt, mehr als 200 Grundstücke wurden verkauft. Immer mehr Menschen ließen sich in Byron Bay in Australien nieder und so wurde es auch nötig, eine Zugverbindung zu errichten. Diese wiederum sorgte für einen weiteren starken Bevölkerungszuwachs.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich einige begehrte Wirtschaftszweige, zu den ersten gehörte die Viehzucht. Aber auch die Herstellung von Butter, Milch und Sahne gewann zunehmend an Bedeutung. Wurden diese Lebensmittel anfänglich nur in kleinen Mengen hergestellt und in der näheren Umgebung verkauft, stieg die Nachfrage immer weiter an, so dass schließlich eine Fabrik für Milcherzeugnisse in Byron Bay entstand.
Nachdem nun noch die Kühlwaggons für die Eisenbahn aufkamen, wurde die Ausfuhr der Molkereiprodukte deutlich erleichtert und die Produktionsmengen nahmen schlagartig zu. Außerdem fanden die Viehzüchter heraus, dass das überall wild wuchernde Gras die ideale Nahrungsgrundlage für das Vieh darstellte und damit noch bessere Molkereiprodukte hergestellt werden konnten. Die Qualität der Butter und anderer Milcherzeugnisse stieg drastisch an, die Nachfrage erhöhte sich deutlich und die Produktionsmengen verdreifachten sich. Insgesamt profitierte die gesamte Region um Byron Bay von diesen Neuerungen, gab es doch zu jener Zeit einen deutlichen wirtschaftlichen Aufschwung.
Der jüngere Wandel von Byron Bay
Noch vor wenigen Jahrzehnten war Byron Bay eine reine Arbeiterstadt, die ausschließlich von produzierenden Unternehmen, der fleischverarbeitenden Industrie und dem Walfang geprägt wurde. Mit der Zeit jedoch nahm der wirtschaftliche Aufschwung ab, viele Unternehmen mussten schließen und Byron Bay entwickelte sich zu einer der bekanntesten Aussteigerstädte in Australien. Das Surfen ist seither einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren für Byron Bay.
Heute leben in der Region Byron Bay etwa 30.000 Menschen, in der Stadt selbst dagegen nur 5.000 Bürger, die sich durch eine besonders freundliche und offene Art auszeichnen. Touristen können so direkt bei der Ankunft in Byron Bay viel von der Kultur und Geschichte der Einwohner erfahren. Das subtropische Klima der Region, das durch sehr schwüle Sommer und milde, aber trockene Winter geprägt wird, ist für Europäer oft schwierig zu händeln. Insbesondere die hohe Luftfeuchtigkeit, die zwischen April und November vorherrscht, liegt nicht Jedermann. Das Auswandern in diese Region sollte also wohl überlegt sein.
